Kinderosteopathie

Mein Studium der Kinderosteopathie ist eine Spezialisierung innerhalb der Osteopathie und beinhaltet mindestens 400 Unterrrichtsstunden. In der Ausbildung zum Kinderosteopathen, welche sich im Regelfall an die allgemeine Osteopathieausbildung anschließt, werden die verschiedenen Entwicklungsstufen vor und nach der Geburt eines Kindes vermittelt um bei der Behandlung Kinder in ihrer sensorischen, emotionalen und motorischen Entwicklung adäquat unterstützen zu können.

Da Kleinkinder sich nicht über ihre Sprache bemerkbar machen und uns mitteilen können wo ihre Probleme liegen, ist eine sorgfältige Überprüfung des gesamten Körpers vor der Behandlung vonnöten.
So kann der Kinderosteopath Gewebe- und Strukturveränderungen palpieren und sanft korrigieren, so dass sich das Kind wieder in seiner eigenen Homöostase befindet.

Kinder, die keine ganz komplikationslose Geburt erlebt haben, z.B. Früh-, Kaiserschnitt-, Zangen-, Sauglocken- oder Mehrlingsgeburten, haben häufig einen etwas schwierigeren Start ins Leben.

Auch können beim Kind Schwierigkeiten bei der Umstellung zum eigenen Atmen oder der Nahrungsaufnahme entstehen, welche gut osteopathisch behandelt werden können.

Viele Beeinträchtigungen lassen sich mit 2-3 osteopathischen Behandlungen korrigieren.

Zu den häufigsten Indikationen für eine kinderosteopathische Behandlung zählen:

  • Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen
  • Deformitäten durch Schräglagen während der SS
  • Wachstumsstörungen
  • Saug- und Schluckstörungen z.B. bei schwallartigem Erbrechen
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Schreikinder z.B. bei 3-Monatskoliken
  • Einschlaf- und Schlafstörungen
  • Kopf- und Rumpfasymetrien
  • Hüftdysplasien
  • Verdauungsstörungen z.B. Koliken oder Verstopfungen
  • stato-motorische Entwicklungsverzögerungen
  • Verhaltensauffälligkeiten z.B. ADHS
  • Lern-, Wahrnehmungs- und Konzentrationsprobleme

Osteopathie bei Erwachsenen

Die Osteopathie bei Erwachsenen wird untergliedert in Craniosacrale-, Viscerale und Parietale Osteopathie und kann als alleinige Behandlungsform oder begleitend angewandt werden. Bei unklaren oder verdächtigen Untersuchungsbefunden wird der Patient zu einem Arzt überwiesen, der dann die entsprechenden schulmedizinischen Untersuchungen veranlassen kann.

Die osteopathische Behandlung von Erwachsenen findet Ihre Anwendung häufig bei:

Mit der Parietalen Osteopathie werden Verletzungen am Bewegungsapparat (Muskel-Skelett-System) behandelt

  • akute Rückenschmerzen z.B. Hexenschuss
  • Ischiasbeschwerden
  • als konservative Behandlung bzw. Nachbehandlung bei Bandscheibenvorfällen
  • Schleudertrauma
  • akuten Gelenkverletzungen z.B. Verstauchungen
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Hüftschmerzen

Mit der Craniosacralen Therapie nimmt man Einfluss auf das zentrale Nervensystems und umliegende Strukturen

  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Kiefergelenksproblemen
  • chron. Mittelohrentzündungen
  • chron. Nasennebenhöhlenentzündungen

Mit der Visceralen Osteopahie werden Innere Organe und sowie ihre umgebenden Strukturen behandelt
(Internistisch / Gynäkologisch / Urologisch)

  • funktionelle Verdauungsstörungen z.B. Verstopfungen
  • Inkontinenz
  • Prostatabeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nierenproblemen (vorherige ärztliche Abklärung nötig)
  • Schwangerschaft
  • Geburtsvorbereitung und Nachsorge